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Veröffentlicht in: Deutsches IngenieurBlatt DiB Ausgabe 10.2008

Takt und Tempo: Im Konzert der Gewerke

Beim Bau der Elbphilharmonie Hamburg nutzt HOCHTIEF die Projektmanagement-Lösung Asta Powerproject für Arbeitsvorbereitung und Terminsteuerung.

Ein neues Wahrzeichen der Stadt soll sie werden, und eines der besten Konzerthäuser der Welt: In markanter Lage auf dem bestehenden Kaispeicher A an der Spitze der Hafencity entsteht zur Zeit die Elbphilharmonie Hamburg nach Entwürfen der renommierten Schweizer Architekten Herzog & de Meuron.

Markanter Bau an der Waterkant: Elbphilharmonie Hamburg (Bild Herzog & de Meuron) Markanter Bau an der Waterkant: Elbphilharmonie Hamburg (Bild Herzog & de Meuron)
Das Herz des neuen Gebäudekomplexes werden die beiden Konzertsäle mit insgesamt 2.650 Plätzen bilden. Zusätzlich entstehen an der westlichen Spitze 43 hochwertige Eigentumswohnungen und an der Ostseite ein Fünf-Sterne-Hotel mit fast 250 Zimmern, Restaurants und Konferenzbereich. In 37 Metern Höhe wird eine zwischen dem Kaispeicher und dem gläsernen Aufbau gelegene Plaza einen einmaligen Blick auf die Stadt Hamburg bieten.
 
Im entkernten und neu ausgebauten Kaispeicher werden unter anderem ein musikpädagogischer Bereich, Backstage-Räume und ein Parkhaus mit mehr als 500 Stellplätzen entstehen. Bauherr für die Freie- und Hansestadt Hamburg ist die ReGe Hamburg Projektrealisierungsgesellschaft mbH; die HOCHTIEF Construction AG übernimmt als Generalunternehmer die Planungs- und Bauleistung in Höhe von 241,3 Mio. Euro.

Straffer Zeitplan

Die Entkernung des Kaispeichers stand am Anfang. (Bild ASTA DEVELOPMENT) Die Entkernung des Kaispeichers stand am Anfang
Die Realisierung der Elbphilharmonie folgt einem straffen Zeitplan. Der Rückbau des Kaispeichers begann mit der Grundsteinlegung am 2. April 2007. Bereits im Sommer 2010 soll das Haus mit einem Festival eröffnen, der reguläre Spielbetrieb mit der Saison 2010/2011 beginnen.

Der enge Zeitrahmen und die Größenordnung des Vorhabens stellen besondere Herausforderungen an das Projekt-Management. Zahlreiche Gewerke und baubeteiligte Unternehmen sind zu koordinieren - große Besetzung also auf der Baubühne. Dass dieses Konzert im Takt bleibt und der Ablauf möglichst harmonisch, dass die Einsätze stimmen und das Tempo gehalten wird - dafür sorgt im Baubüro an der Waterkant Helmut Hammerstein. Seine Partitur: Projektpläne, sein Instrument: Asta Powerproject. Der 41-jährige Diplomingenieur ist als 'Consultant Infrastructure - Bauprozessmanagement' der HOCHTIEF Construction AG zuständig für Arbeitsvorbereitung und Termincontrolling im Projekt Elbphilharmonie.

Durchgängig geplant mit Asta Powerproject
Schon während der Angebotsphase in 2006 wurde das Projekt bei HOCHTIEF mit ASTA Powerproject geplant. "Da ging es zunächst um die Entwicklung des Angebotsterminplans", erläutert Hammerstein, der im Januar 2007 in das Projekt eingestiegen ist. "Daraus wurde der Vertragsterminplan entwickelt, der uns nun während der Ausführung den zeitlichen Rahmen setzt, an den wir gebunden sind. Vom Angebot an bearbeiten wir das Projekt also durchgängig mit Powerproject, über Ausschreibung, Vergabe und Ausführung bis zur Übergabe an den Bauherrn und noch darüber hinaus bis zum Mängelmanagement."

Das Herzstück: Der große Konzertsaal. (Bild Herzog & de Meuron) Das Herzstück: Der große Konzertsaal (Bild Herzog & de Meuron)
Während der Ausführungsphase steht naturgemäß die Koordination der beteiligten Gewerke bzw. ausführenden Firmen im Vordergrund. "Aber", betont Hammerstein, "es gilt genauso die Planung zu überwachen. Denn die Risiken liegen ja nicht nur in der Bauausführung, sondern auch - Stichwort 'baubegleitende Planung' - in der Planung: Kommen die Pläne rechtzeitig oder nicht, um wie viel sind sie verzögert, kann man das irgendwie kompensieren? Hier muss ein enger Austausch mit der Planungskoordination stattfinden. Anhand der eventuell verzögerten Planung müssen wir frühzeitig ableiten können, wie sich das unter Umständen in Zukunft in der Ausführung auswirken könnte. Das alles gleichzeitig im Auge zu behalten ist schon eine große Herausforderung."
 
Parallel zum Ausführungsterminplan wird deshalb auch ein verknüpfter Planungsterminplan geführt.

Während der Rohbau noch überwiegend von HOCHTIEF selbst ausgeführt wird, kommen beim Ausbau zahlreiche Nachunternehmer in Spiel. "Bei 50 bis 60 Gewerken mit zum Teil mehreren Firmen pro Gewerk muss man sich schon im Vorfeld Gedanken machen, wie das zu steuern ist und die Grundlagen dafür legen, dass der Überblick erhalten bleibt", sagt Hammerstein. Das gilt nicht nur für die Termine: "Wir brauchen natürlich auch zumindest einen groben Überblick, wie viel Personal sich wann auf der Baustelle befindet, beispielsweise wie viele Bewehrer da in der Rohbauphase unterm Kran rumlaufen. Deswegen führen wir intern auch eine Kapazitätsermittlung der einzelnen Gewerke durch und erstellen mit ASTA Powerproject die entsprechenden Ressourcenpläne."

Immer den Überblick behalten
Um die 2.500 Vorgänge hat Hammerstein in der Rohbauphase im Plan, im Ausbau wird sich die Zahl noch drastisch erhöhen und auf die 10.000er Marke zu bewegen. Da heißt es für Übersicht sorgen: "Mit Powerproject kann ich recht elegant Filterpläne fahren, um mir beispielsweise die Gewerke pro Bauteil oder pro Etage auf einem Plan ausgeben zu lassen, oder um etwa einen einzelnen Nachunternehmer eines Gewerks zu koordinieren."

Die Filterfunktionen von Asta Powerprojekt bringen Übersicht in den komplexen Projektplan der Elbphilharmonie. (Bild HOCHTIEF)
Die Filterfunktionen von Asta Powerprojekt bringen Übersicht in den komplexen Projektplan der Elbphilharmonie. (Bild HOCHTIEF)

Ein weiterer Pluspunkt des Programms ist für Helmut Hammerstein das Arbeiten mit Referenzplänen: "Wir fahren damit unseren monatlichen Soll-Ist-Vergleich: Wir legen den Vertragsprojektplan als Soll-Referenz in den Hintergrund, um Abweichungen schnell zu erkennen, oder wir vergleichen mit den hinterlegten Projektständen der Vormonate, um Entwicklungen zu verfolgen - ein gutes Steuerungsinstrument."

Hammersteins Fazit: "Das Arbeiten mit Asta Powerproject geht leicht von der Hand und bietet vielfältige Möglichkeiten. Hervorzuheben ist auch die gute graphische Darstellung der Pläne. Ich kann es mir anders eigentlich gar nicht mehr vorstellen." Und schmunzelnd fügt er noch an: "Eine Software mit hohem Suchtpotential"

© Text: Thomas G. Merkel / Komma Zwo
© Abbildungen: Herzog & de Meuron(1)(3); ASTA DEVELOPMENT(2); HOCHTIEF(4)

Meldungen zu Asta Powerproject, Asta Development ...
17.11.10 Asta Development GmbH:
17.11.10 Asta Powerproject Version 11: Projekt-Power für Profis [pdf]
28.04.10 Asta Development GmbH:
04.12.09 Asta 4D und Asta Baucontrol [pdf]
04.12.09 Asta Development GmbH:
04.12.09 ASTA Powerproject mit Auftragsplanung [pdf]
01.10.09 Asta Development GmbH:
01.10.09 ASTA Powerproject - Projektplanung und Dokumentenmanagement verknüpfen [pdf]
05.03.09 Asta Development GmbH: ASTA Powerproject - Kurzer Draht zum Hersteller [pdf]

 
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